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Das ändert sich 2024: Tethered Caps – die neuen Deckel an den Getränkeflaschen

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28/12/2023

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Sie werden bald das neue Normal sein: Tethered Caps, die Deckel, die an der Flasche bleiben. Coca-Cola hat in Deutschland frühzeitig mit dem Umstellen auf die festen Verschlüsse oder „Lass- mich-dran-Deckel“ begonnen. Denn eine entsprechende Richtlinie der Europäischen Union zu Verschlüssen an Einweg-Getränkeverpackungen tritt im Sommer 2024 in Kraft. Für uns als Getränkehersteller, der an vielen Standorten in Deutschland produziert, heißt das: Bis Juli 2024 müssen 20 Produktionslinien in 11 von 14 Werken für die Tethered Caps umgerüstet sein. Wo wir stehen und wie wir das schaffen wollen, dazu gibt es mehr in dieser Story.   

Darstellung von Coca-Cola Getränkeflaschen mit neuen Deckeln

Auf den ersten Blick sehen die Deckel „ganz normal“ aus, aber dann…. bleiben sie nach dem Öffnen einfach fest mit der Flasche verbunden.

Warum gibt es die neuen festen Verschlüsse?

Eine EU Richtlinie verpflichtet zu den neuen Deckeln: Sie verlangt, dass die Verschlüsse ab Juli 2024 fest mit der Einweggetränkeverpackung verbunden sein müssen. Das betrifft sämtliche Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff mit einem Volumen von bis zu 3 Litern, unabhängig davon, ob es sich um einen Saftkarton oder eine Einweg-PET-Getränkeflasche handelt. Die neuen Deckel, auch als Tethered Caps (Englisch: angebundene Verschlüsse) bezeichnet, sollen sicherstellen, dass Einwegflaschen zusammen mit dem Deckel in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden.

Was hat Coca-Cola bisher erreicht? Und was muss noch bis 2024 passieren?

Noch weit vor Inkrafttreten der Richtlinie ist Coca-Cola sehr gut vorangekommen. Bis Dezember 2023 waren 15 von 20 Produktionslinien in 10 Werken bereits für Tethered Caps umgestellt: in Dorsten, Mannheim, Mönchengladbach, Hildesheim, Knetzgau, Halle, Lüneburg, Karlsruhe, Fürstenfeldbruck und Bad Neuenahr. Die Umstellung auf die neuen Verschlüsse erfolgte in mehreren Schritten:

  • Die erste Produktionslinie wurde bereits im Herbst 2021 im Coca-Cola Werk Dorsten in Nordrhein-Westfalen umgestellt.
  • Im Jahr 2022 folgten zwei Produktionslinien in Dorsten und Hildesheim sowie je eine Produktionslinie in Mannheim, Mönchengladbach und Knetzgau.
  • In diesem Jahr (2023) haben wir eine Einweglinie in Halle und weitere Linien in Karlsruhe, Knetzgau, Lüneburg, Fürstenfeldbruck und Bad Neuenahr umgebaut.
  • Bis Juli 2024 sollen die noch fehlenden Produktionslinien dran sein, unter anderem für unsere Klassiker wie Coca-Cola in Genshagen, für Fuze Tea in Halle und für ViO BiO in Lüneburg.

Unterschied zwischen alten „Lass-mich-dran-Deckel“ und neuen „Fester Verschluss-Deckel“

Die ersten neuen Deckel hießen bei Coca-Cola in Deutschland übrigens noch „Lass-mich-dran-Deckel“. Im Zuge der Markteinführung auch in anderen Ländern haben wir die Beschriftung vereinheitlicht. In Deutschland tragen unsere Tethered Caps jetzt die Aufschrift „Fester Verschluss“.

Wie schwer war es, all die Anlagen umzustellen?

Die Umstellung auf die festen Deckel ist Hightech. Ralf Schmalenbeck, Betriebsleiter des CCEP DE Standorts Dorsten, erklärt: „Es ist ein technisches Meisterwerk, dass wir das gemeinsam mit den Zulieferern der Maschinen und der neuen Verschlüsse so schnell und gut hinbekommen haben.“ Die Anlagen umzustellen erforderte eine längerfristige Planung. Denn hier mussten und wollten auch die Fachleute der verschiedenen Zulieferer – für die neuen Deckel und die neuen Maschinen – live mit dabei sein. „Wir haben den ohnehin angesetzten Wartungszeitraum genutzt, für den wir in der Regel etwa eine Woche einplanen“, erklärt Ralf Schmalenbeck. 

Betriebsleiter Ralf Schmalenbeck prüft Coca-Cola Flaschen am Produktionsband

Coca-Cola hat nicht nur die Produktionslinien umgerüstet, wie Ralf Schmalenbeck berichtet: Je nach Flaschengröße hat Coca-Cola bei der Umstellung auf Tethered Caps an den meisten Anlagen auch bis zu 1,3 Gramm Plastik pro Flasche eingespart – das ist eine große Menge bei Milliarden von Flaschen im Jahr.

Wie gewöhnt man sich an die neuen Deckel?

Natürlich ist es ungewohnt, wenn die neuen Flaschendeckel plötzlich nicht mehr abgehen – nicht nur für uns bei Coca-Cola. Auch die Konsumentinnen und Konsumenten unserer Getränke haben sich zu Beginn mit den festen Verschlüssen eher schwergetan. Eine ähnliche Reaktion von Verbraucherinnen und Verbrauchern gab es bereits Anfang der 1990er Jahre. Damals wurden die abreißbaren Laschen von Getränkedosen durch Stay-On-Verschlüsse ersetzt, die an der Dose blieben und, die heute niemand mehr in Frage stellt. Wenn erst einmal alle Hersteller ab Sommer 2024 ihre Produktion auf die neuen Deckel umgestellt haben, geschieht das Umgewöhnen schneller als gedacht.

Wir sind mit dem Umbau unserer Produktionslinien auf Tethered Caps bereits sehr weit fortgeschritten und werden bis Juli alle Werke planmäßig umgestellt haben. Bei unseren Konsumenten nehmen wir einen deutlichen Gewöhnungseffekt an die neuen Deckel wahr. Dieser wird sich weiter fortsetzen, je mehr Einwegflaschen die neuen Deckel tragen.

Tilmann Rothhammer, Geschäftsführer Customer Service & Supply Chain

Wie trinkt man aus den Flaschen mit den festen Verschlüssen?

Mit der richtigen Technik ist es ganz einfach: Wer beim Trinken darauf achtet, dass sich der Flaschendeckel links oder rechts an der Seite befindet, kann ohne Deckel an der Nase oder am Kinn sein Getränk genießen - so wie hier auf dem Foto. 

Erklärendes Bild, wie aus den Flaschen mit den festen Verschlüssen getrunken werden sollte.

Es sind noch Fragen offen? 

Alles Wichtige rund um Tethered Caps findest du in unserem Online-Artikel "Neue Coca-Cola Deckel: Antworten auf die wichtigsten Fragen über die Lass-mich-dran-Verschlüsse".

Erfahre außerdem mehr darüber, wie unsere neuen Deckel auf die Flaschen kommen. Dahinter steckt wirklich Hightech.