Germany

Erster Meilenstein geschafft: Wie die neue Glas-Mehrweglinie bei Coca-Cola Lüneburg entsteht

cocacola lueneburg waschmaschine titelbild 1210x1080

26/01/2024

featured, produktion |

Ein kurzer Ruck, dann hebt die tonnenschwere Fracht ab: Auf diesen Moment hat das Team am Coca-Cola Produktionsstandort in Lüneburg lange gewartet. Von zwei Kränen gehalten schwebt gerade das erste Maschinenteil für die neue Glas-Mehrweglinie Richtung Produktionshalle. Ab Sommer 2024 sollen hier Coca-Cola, Fanta und Co.  in den beliebten kleinen Glasflaschen vom Band laufen. Rund 40 Millionen Euro investiert Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE) in die neue Linie und damit auch in Mehrweg. Es ist die zweite neue Mehrweg-Glaslinie innerhalb von fünf Jahren, die hier errichtet wird.

Luftaufnahme der neuen Flaschenreinigungsmaschine von Coca-Cola

Perfektes Zusammenspiel: Die Flaschenreinigungsmaschine wird von zwei Kränen gleichzeitig in die Luft gehoben und langsam Richtung Laderampe (rechts oben im Bild) bewegt. Foto: Coca-Cola / Adrian Müller

Die ersten Bauteile kommen an: Ein großer Moment für das Coca-Cola Team in Lüneburg

Die Ankunft der Flaschen-Reinigungsmaschine an diesem Morgen im Dezember 2023 ist ein besonderer Moment für alle Beteiligten. Auf sechs Schwertransportern sind die Bauteile der Reinigungsmaschine nachts – begleitet von der Polizei – vom Hersteller in Flensburg zu Coca-Cola nach Lüneburg transportiert worden. „Ich bin heute morgen mit einem besonders großen Lächeln zur Arbeit gekommen, als ich gesehen habe, dass die LKW gut angekommen sind“, sagt Betriebsleiterin Francis Driessen. „In den vergangenen Monaten hat sich fast jeden Tag etwas Neues getan. Aber die Ankunft der Reinigungsmaschine hat uns heute gezeigt: Es ist nicht mehr nur ein Plan an der Wand, sondern wird Realität.“

Erfreute Betriebsleiterin Francis Driessen über die neue Glas-Mehrweglinie

Der erste große Schritt ist gemacht: Betriebsleiterin Francis Driessen freut sich mit ihrem Team in Lüneburg darüber, dass nach monatelangen Vorbereitungen jetzt die ersten Teile der neuen Glas-Mehrweglinie am Standort installiert werden. Foto: Coca-Cola / Adrian Müller

 

Warum bekommt der Standort Lüneburg eine weitere Mehrweg-Produktionslinie?

Coca-Cola investiert in Mehrweg: insgesamt 250 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren (2018 bis 2022). Bereits 2019 hat CCEP DE in Lüneburg für knapp 30 Millionen Euro eine Abfüllanlage für Mehrweg-Glasflaschen gebaut. Mit der zusätzlichen Produktionslinie reagieren wir auf die starke Nachfrage bei unseren Getränke-Klassikern wie Coca-Cola, Fanta, Sprite und weiteren in den kleinen 0,2 und 0,33 Liter Glasflaschen. So erhöhen sich bundesweit die Produktionskapazitäten für Coca-Cola & Co. in kleinen Mehrweg-Glasflaschen und der Norden Deutschlands kann künftig noch regionaler mit kleinen Glasflaschen versorgt werden – allen voran Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und der Norden Niedersachsens.

Coca-Cola Mitarbeitende unterhalten sich in Produktion über Coca-Cola Flasche

Zuwachs für die Glasfamilie: Neben der 1 Liter Glasflasche laufen in Lüneburg künftig auch Coca-Cola, Fanta und Sprite in kleinen Glasflaschen vom Band. Foto: Coca-Cola / Uli Deck

So bereitet sich Coca-Cola in Lüneburg auf die neue Mehrweg-Produktionslinie vor

Knapp zwei Jahre Vorlauf hat das Projekt gebraucht. Zusätzlich zur neuen Glas-Mehrweglinie werden zeitgleich der Sirupraum erweitert und neue Tanks installiert, um auch die neue Produktionslinie versorgen zu können. Die größte Herausforderung dabei: „Alles passiert im laufenden Betrieb. Die Produktion soll dabei so wenig wie möglich gestört werden“, erklärt Ralf Bockelmann, einer der Projektleiter.

Projektleiter Ralf Bockelmann zeigt auf Bauplan für Umbauarbeiten

Ralf Bockelmann sorgt als einer der Projektleiter für einen möglichst reibungslosen Ablauf der umfangreichen Umbauarbeiten. Foto: Coca-Cola / Sandra Cantzler

Unerwartete Hindernisse auf dem Weg zur neuen Linie

Die neue Linie zieht in eine bereits bestehende Halle ein. Doch die musste komplett umgebaut werden. Das war aufwendiger, als anfangs gedacht. „Als erstes wurde die alte Anlage, die dort noch stand, aber nicht mehr produzierte, demontiert. Dann haben wir den alten Boden abgetragen, weil er höher war als in unseren anderen Hallen“, sagt Ralf Bockelmann. Dabei stieß das Team auf unerwartete Hindernisse: Im Boden fanden sich noch Bruchstücke älterer Bauten, die sich nicht so leicht entfernen ließen. „Dadurch sind wir extrem unter Zeitdruck geraten. Der neue Boden ist erst kurz vor dem Liefertermin für die Reinigungsmaschine fertig geworden.“

Leere und sanierte Produktionshalle für Flaschenreinigungsmaschine in Lüneburg

Die Flaschenreinigungsmaschine ist das erste Modul für die neue Produktionslinie, das in der komplett sanierten Halle aufgestellt wird. Foto: Coca-Cola / Adrian Müller

 

Mit zentimetergenauer Planung Engpässe vermeiden

Eine weitere große Frage war: Wie kommen die riesigen Maschinenteile in die Halle? „Das normale Liefertor ist dafür zu klein“, sagt Francis Driessen. Deshalb wurde in eine Seitenwand der Halle eine zusätzliche Öffnung gebaut. Mit rund sechs mal neun Metern ist sie so groß, dass selbst bei den größten Komponenten für die neue Linie noch etwas Luft ist. „Einen Millimeterkrimi wollten wir auf jeden Fall vermeiden“, so die Betriebsleiterin.

Transport der Flaschenreinigungsmaschine in die sanierte Produktionshalle

„Wir hatten das Glück, dass die Hallenstützen so weit auseinander liegen, dass wir eine Öffnung an der Seite einbauen konnten“, sagt Ralf Bockelmann. „Ansonsten hätten wir das Dach öffnen müssen.“ Foto: Coca-Cola / Adrian Müller

 

Anspannung auf den letzten Metern

Trotz der guten Vorbereitung sind alle angespannt, als die Kräne Anfang Dezember 2023 das erste Maschinenteil behutsam auf die Rampe absenken. Von hier aus soll es mit Hilfe von Spezialrollbrettern und einem Gabelstapler Zentimeter um Zentimeter an die geplante Position in der Halle gebracht werden. „Die Reinigungsmaschine ist wie alle anderen Teile der Linie eine Maßanfertigung für unser Werk“, erklärt Ralf Bockelmann. Lieferzeit: 18 Monate. „Da darf auf den letzten Metern nichts schiefgehen."

Meilenstein Nummer 2: Der Füller ist da

Während bei der Ankunft der Waschmaschine trübes Dezember-Wetter herrscht, sorgt das Wetter im Januar bei der Anlieferung des Füllers für eine Geduldsprobe. Eigentlich sollte das Herzstück der Anlage, in dem die Flaschen mit Getränken befüllt werden, bereits Anfang Januar per Binnenschiff vom Hersteller im bayerischen Neutraubling bis nach Lüneburg geliefert werden. "Durch das Hochwasser konnte das Schiff aber erst nicht ablegen und musste später die Fahrt für einige Tage unterbrechen“, so Ralf Bockelmann. Knapp zwei Wochen verspätet ist es dann aber doch so weit: Der Füller ist da.

Füller-Transport auf Schwertransporter

Der Füller konnte nicht auf der Straße nach Lüneburg reisen. Deshalb wurde er per Binnenschiff transportiert – unter anderem über die Donau, den Rhein und den Mittellandkanal.

 

Ankunft im Lüneburger Hafen bei Eis und Schnee

Es ist ein klirrend kalter Januarmorgen. Eine Eisschicht überzieht das Wasser im Lüneburger Hafen. An der Anlegestelle muss erst Schnee geräumt werden, bevor der Kran aufgestellt werden kann, der den Füller vom Schiff auf einen Schwertransporter hebt. Zwei Stunden dauern die Vorbereitungen, dann hängt der Füller im dichten Schneetreiben am Haken. Langsam schwenkt der Kran seine 22 Tonnen schwere, gut verpackte Fracht Richtung LKW und setzt sie dann sicher ab. Geschafft!

Schwertransporter mit Füller steht am Hafen

Bis zum Abend bleibt der Schwertransport mit dem Füller noch im Hafen. Dann geht es weiter zum Coca-Cola Werk Lüneburg. Etwa eine Stunde Fahrzeit sind für die sechs Kilometer lange Strecke eingeplant. Foto: Coca-Cola

 

Die letzte Etappe: Vom Lkw in die Halle

Kurz nachdem es hell geworden ist, geht es am nächsten Morgen weiter. Der Füller muss jetzt noch vom Lkw in die Halle befördert werden. Ebenso wie die Flaschenreinigungsmaschine wird er erst auf die Rampe geschwenkt und anschließend mit Hilfe von Rollbrettern weiter bewegt. Alles klappt auf Anhieb – das Team ist mittlerweile perfekt eingespielt.

Füller wird durch Seitenwand der Produktionshalle transportiert

Passt genau: Auch der Füller kommt über die geöffnete Seitenwand in die Halle. Foto: Coca-Cola

Der nächste Schritt: Die Testläufe für die neue Mehrweg-Produktionslinie starten

Mit der Reinigungsmaschine und dem Füller stehen bereits zwei der wichtigsten Elemente für die neue Glas-Mehrweglinie. Bis zu 60 000 0,2- und 0,33-Liter Glasflaschen pro Stunde können hier ab dem Sommer 2024 abgefüllt werden. Doch bis dahin liegt noch viel Arbeit vor dem Projektteam. „So eine neue Linie funktioniert leider nicht auf Knopfdruck“, lacht Ralf Bockelmann. Zunächst werden die einzelnen Bauteile per Lasertechnik millimetergenau ausgerichtet. Dann wird alles miteinander verbunden. Anschließend starten umfangreiche Testläufe, bis jeder Flaschendeckel und jedes Etikett perfekt sitzt.

Für den Standort Lüneburg ist die neue Glas-Mehrweglinie extrem wichtig. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, eine so immense Summe in unser Werk zu investieren. Mit der neuen Linie werden wir zu einem der modernsten Produktionsstandorte von CCEP in Deutschland.

Francis Driessen

Betriebsleiterin

Wachsender Standort: Die neue Mehrweg-Linie schafft rund 30 neue Arbeitsplätze in Lüneburg

Zwei Mehrweg-Glaslinien plus zwei Einweg-PET-Linien: Damit sieht Francis Driessen den Standort Lüneburg für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Was jetzt noch fehlt? Zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen. Denn mit der neuen Linie entstehen auch rund 30 Arbeitsplätze in Produktion, Logistik und Technik. „Ich freue mich auf viele Bewerbungen und natürlich unglaublich darauf, wenn im Sommer die erste Flasche vom Band läuft“, sagt Francis Driessen.

Das Coca-Cola Werk in Lüneburg: Erfrischendes aus dem Norden für ganz Deutschland

Das Werk in Lüneburg ist neben Hildesheim einer von zwei Coca-Cola Standorten in Niedersachsen, an dem wir Getränke produzieren. Seit 1977 werden hier Getränke abgefüllt – zu unseren Klassikern wie Coca-Cola, Coca-Cola Zero Sugar, Sprite und Fanta kommen Fuze Tea Teegetränke und alle ViO Produkte. Aktuell sorgen mehr als 160 Mitarbeitende dafür, dass Kunden*innen in den nördlichen Bundesländern sowie in ganz Deutschland mit Getränken beliefert werden.

Lust, bei uns zu arbeiten?

Schau doch mal in unserem Jobportal, hier findest du alle aktuellen Stellenangebote. Oder registriere dich für den Job-Alarm – du bekommst eine Nachricht, sobald wir einen passenden Job bei Coca-Cola ausschreiben.

Coca-Cola Mehrweg: Die neue Produktionslinie in Lüneburg entsteht

Ein lang erwarteter Augenblick: Erlebe, wie die ersten Teile für unsere neue Produktionslinie in Lüneburg ankommen!

Startbild Video Glaslinie Luneburg 763x430