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CO2 sparen auf der Schiene: Coca-Cola transportiert Getränke auf Langstrecken nachhaltiger

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19/07/2022

Nachhaltigkeit |

Der Straßenverkehr ist ein wesentlicher Verursacher von CO2-Emissionen. Unsere Transportmanagerin Judith Wachten erklärt, wie wir unsere Getränke umweltverträglicher transportieren und so CO2 sparen. Die 35-Jährige arbeitet seit zehn Jahren bei Coca-Cola und hat mit ihrer positiven Einstellung zuletzt viel dazu beigetragen, dass wir durch Schienengüterverkehr jährlich CO2 reduzieren. Dazu hat sie vor allem unsere Langstreckentransporte unter die Lupe genommen.

Coca-Cola Mitarbeiterin: Judith Wachten auf der VLB Logistikfachkongress 2022

Judith Wachten hält auf dem VLB Logistikfachkongress 2022 eine Präsentation darüber wie Coca-Cola CO2-Emissionen bei Transporten spart.

Wichtiger Schritt: CO2-Emissionen durch Schienengüterverkehr reduzieren

„Der Schienengüterverkehr ist ein Baustein, damit wir als Unternehmen bis zum Jahr 2040 in Europa klimaneutral arbeiten“, sagt Judith Wachten. Zwar beliefert Coca-Cola mit 14 Produktionsbetrieben und weiteren Logistikstandorten in Deutschland Kunden auf möglichst kurzen Wegen. In manchen Fällen sind dennoch Langstreckentransporte nötig – etwa, wenn ein Produkt nur an einem Standort abgefüllt werden kann, aber bundesweit nachgefragt wird. „Für diese Fälle haben wir ein deutschlandweites Schienengüternetzwerk mit DB Cargo aufgebaut. Das war ein wichtiger Schritt, um die durch Transporte anfallenden CO2-Emissionen zu reduzieren“, erklärt die Transportmanagerin.

Infografik über das Schienengüternetz von Coca-Cola

Das Coca-Cola Schienengüternetz von DB Cargo ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen: Von 2019 bis 2021 hat sich die Zahl der Standorte im Netz nahezu verdoppelt.

Nachhaltiger Transport auf Langstrecken: Schritt für Schritt auf die Schiene

Den Anfang machte im Jahr 2016 unser Standort Lüneburg. Als Mineralwasser kann ViO nur direkt an der Quelle in der Lüneburger Heide abgefüllt werden. So entstand die Idee, für die Langstrecken von Lüneburg in den Süden Deutschlands umweltfreundlichere Transportwege als die Straße zu finden. Das Ziel: CO2 sparen. Ein Pilotprojekt zeigte, wie gut Langstreckentransporte auf der Schiene funktionieren.

Seit dem Pilotprojekt hat DB Cargo mit Coca-Cola nach und nach weitere Standorte auf die Schiene geholt und ein umfangreiches Schienengüternetzwerk in Deutschland aufgebaut. Im Jahr 2021 waren bereits 13 unserer Produktions- und Logistikstandorte Teil des Netzes. Im März 2022 kam als neuer Standort Knetzgau in Unterfranken hinzu – eines unserer größten Werke. Hier füllen wir einen neuen Glasflaschentyp ab: die 400 ml Glasmehrwegflasche für unsere Kernmarken Coca-Cola, Coca-Cola Zero Sugar, Fanta, Sprite und mezzo mix. Bis das Volumen dieser neuen Glasflasche soweit anwächst, um sie an weiteren Standorten abzufüllen, fährt sie auf Langstrecken weiter Zug.

Produktion der neuen Coca-Cola Glasflaschen in Knetzgau
Neuer Glasflaschentyp fährt Zug: Coca-Cola in Knetzgau ist seit 2021 Pilotstandort für die neue Mehrweg-Glasflasche mit Schraubverschluss in der praktischen 400 ml Größe für unterwegs. 

Nachhaltigkeit in der Logistik: Wie reduziert Coca-Cola bei Transporten CO2-Emissionen?

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legt eine Palette Getränke von Coca-Cola in Deutschland im Durchschnitt zurück. Wir produzieren weitgehend regional und liefern auf überwiegend kurzen Lieferwegen aus.

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der Transporte von Coca-Cola in Deutschland ist weniger als 300 km lang. Auf den übrigen 20% der Transporte über 300 km nutzen wir seit 2016 vermehrt die Schiene.

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Lkw-Kilometer haben wir von 2019 bis 2021 auf der Schiene mit DB Cargo gespart.

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CO2 haben wir von 2019 bis 2021 über unser Schienengüternetz mit DB Cargo eingespart.

Ein Bahnanschluss ist nicht notwendig

Für die Anbindung an unser Schienennetzwerk ist es nicht entscheidend, ob ein Standort einen Bahnanschluss hat: „Wir nutzen so genannte Wechselbrücken, also Ladungsträger, die vom Trägerfahrzeug getrennt werden und für LKW wie auch Zug passen. So verpackt, holen LKW unsere Ware ab und transportieren sie zum nächsten Bahnanschluss. Dort werden sie auf die Züge verladen – ganz ohne Umpacken“, erklärt Judith Wachten. Am Bestimmungsort angekommen, kommen die Ladungsträger wieder auf den LKW und legen die letzten Kilometer zum Coca-Cola Standort auf der Straße zurück – eine ideale Kombination.

Video: Wie funktioniert der Schienengütertransport für Coca-Cola?

Wir erklären, wie der Schienengütertransport von DB Cargo für Coca-Cola funktioniert. Viel Spaß beim Anschauen unseres Videos.

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Schienengüterverkehr als Retter in der Not

So gut eingespielt, war das Schienengüternetzwerk im vergangenen Jahr sogar einmal der Retter in der Not: „Als unser Standort in Bad Neuenahr, einer unserer größten Mehrweg-Abfüllstandorte, aufgrund der Flutkatastrophe zwei Wochen lang nicht produzieren konnte, haben wir Getränke von anderen Standorten im Süden per Schiene in den Norden transportiert“, sagt Judith Wachten. In Zeiten knapper Frachträume hat sich das Schienengüternetz sehr flexibel gezeigt.

 

Nachhaltiger Transport: bis zu 1.000 Tonnen CO2-Ausstoß weniger pro Jahr

Die Transporte auf der Schiene sind vor allem für Mehrwegverpackungen attraktiv: In den meisten Fällen wird das Leergut gleich wieder zurück transportiert. „Dieses Rundlaufkonzept ist in der Logistik der Optimalfall und macht die Schienentransporte besonders effizient“, erklärt die Transportmanagerin. 

Bis alles jedoch so gut etabliert war, gab es für Judith Wachten und ihr Team viel zu tun: „Wir haben für jede einzelne Strecke zusammen mit DB Cargo geprüft, ob es sinnvoll ist, die Transporte auf die Schiene zu verlegen." Heute steht fest: Der Aufwand hat sich gelohnt. 2021 haben wir durch Schienentransporte mit DB Cargo etwa 1.000 Tonnen CO₂ und 1,7 Millionen LKW-Kilometer eingespart. In den vergangenen drei Jahren wurden noch mehr Lkw-Kilometer und CO2 über die Schiene mit DB Cargo gespart: insgesamt etwa 5 Millionen Lkw-Kilometer und rund 2.700 Tonnen CO2. 

 

Kai Maaß von DB Cargo und Judith Wachten von Coca-Cola

Kai Maaß von DB Cargo (links) und Judith Wachten von Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH halten gemeinsam einen Modell-Frachtcontainer mit der Aufschrift „Güter gehören auf die Schiene“ hoch.

Über Judith Wachten

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Judith Wachten (Jahrgang 1987) hat Betriebswirtschaftslehre studiert und im April 2012 bei Coca-Cola ein Traineeprogramm in der Supply Chain angefangen - mit dem Schwerpunkt Produktion und Logistik. Von Anfang an interessierte sich die Rheinländerin besonders für die Logistik. Damit war für die junge Fachkraft am Ende des Traineeprogramms der weitere Weg klar: Judith wurde Logistikexpertin. Von 2013 bis 2017 betreute sie verschiedene Projekte und optimierte die Logistik. Im Mai 2017 wechselte Judith zum zentralen Logistik-Team nach Köln, wo sie als Logistik Key Account Manager vor allem die Transporte für Großkunden verantwortete. Heute ist sie als National Transportation und Distribution Managerin mit ihrem zwölfköpfigen Team für alle nationalen Transporte zwischen den Coca-Cola Standorten und zu Zentrallägern großer Kunden verantwortlich. Privat spielt Judith gerne Tennis, geht laufen und genießt es, Zeit mit ihren Freunden zu verbringen.

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