Germany

Vom Dualen Studenten zum Ausbilder bei Coca-Cola in Mannheim

Portrait Dennis 900x550

01/12/2021

Mitarbeitende |

Im Herbst 2020 hat Dennis Lee Ragle sein duales Studium in BWL Schwerpunkt Logistik abgeschlossen – bei Coca-Cola in Mannheim. Acht Monate später war der 31-Jährige bereits Vollzeitausbilder und ist nun für 11 Azubis am Standort verantwortlich. Sein Beispiel zeigt: Wer bei Coca-Cola ein Studium absolviert, kann etwas erreichen.

 

Den eigenen Weg finden

Bei Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE) in Mannheim sorgt Dennis täglich dafür, dass auch seine Schützlinge etwas erreichen: „Ich möchte, dass meine Azubis immer wissen: Da ist eine offene Tür, sie können mit jeder Idee und jedem Problem zu mir kommen. So eine Führungspersönlichkeit möchte ich sein“. Genau so wirkt er: nicht autoritär, sondern offen und zugänglich; Dennis Lee Ragle, Vollzeitausbilder für gewerblich-technische Berufe bei Coca-Cola Mannheim. Er tritt auf wie ein Partner der Auszubildenden, jemand, der ihnen nicht sagt, was sie zu tun haben, sondern der ihnen dabei hilft, den eigenen Weg zu finden. Genau so hat er selbst seinen Weg gemacht.

 

Ausbilder Dennis Lee Ragle (rechts) und Azubi Leon Lemberger (links) nehmen sich Zeit für eine Coke.

 

Zickzack zum Ziel

Dennis spricht mit leichtem Mannheimer Akzent, er ist zwar Amerikaner wie sein Vater, aber auch ein Kind der Gegend, aufgewachsen mit einer starken Bindung an Coca-Cola Mannheim, wo schon seine Mutter arbeitet und seine Tante und sein Onkel gearbeitet haben. Er selbst hat angefangen mit Schülerjobs an der Sortieranlage, in einem anderen Unternehmen machte er eine Ausbildung als Industriemechaniker, zwischendurch war er vier Jahre beim Militär in den USA. Er holte die Fachhochschulreife nach, machte bei CCEP DE in Mannheim ein duales Studium in BWL und Logistik, hatte einen Job in der Kommissionierung und jetzt ist er Ausbilder. Die Karriere von Dennis Lee Ragle war nicht gradlinig – aber es fügte sich alles zusammen. Keines der Puzzleteile möchte Dennis heute missen. Bei jeder Station hat er etwas gelernt, was er heute seinen Auszubildenden mitgeben kann.
 

Talente und Temperamente, so unterschiedlich wie die Menschen

Unter den elf Auszubildenden, die Dennis momentan betreut, sind acht Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, ein Industriemechaniker und zwei Mechatroniker. Unterschiedlich sind nicht nur die fachlichen Qualifikationen, unterschiedlich ist auch das Temperament. Genau das findet Dennis spannend. Herauszufinden, wer von den jungen Leuten wie arbeitet, wer welche Förderung braucht. Manchen muss er dabei helfen, aus der Reserve zu kommen, andere bringen sich schnell ein, die brauchen mehr Verantwortung. So war es früher auch bei ihm. 

Am besten hat er immer gearbeitet, wenn er Prozesse hinterfragte. Das merkten seine Betreuer im dualen Studium. Sein selbständiges Arbeiten wurde bemerkt und gefördert. Schon im ersten Praxissemester durfte Dennis bei Projekten mitarbeiten, er wurde auf Workshops und Führungsseminare geschickt und konnte mehr und mehr seinen Horizont erweitern. Das merkte auch Vitali Hesse, der sich früher um die Azubis kümmerte und einen Nachfolger für die Ausbilder-Stelle suchte, die mehr Zeit und mehr Gewicht bekommen sollte. Er sah, dass Dennis, der nach dem Studium in der Kommissionierung arbeitete, mehr konnte und mehr brauchte. „Wenn man die Leute unterfordert, verliert man Talente. Die Gefahr habe ich bei Dennis gesehen.“ Dennis war der richtige Bewerber zum richtigen Zeitpunkt. Wieder passte ein Puzzlestück. Vitali suchte jemanden, der sich in Vollzeit um die Azubis kümmern sollte: mit Lebenserfahrung, Fachwissen und einem Draht zu jungen Kollegen. Dennis brauchte genau das: Verantwortung für ein Team, Arbeiten mit jungen Leuten, Wissen vermitteln und vorleben. Am Ende setzte er sich durch und bekam die neu geschaffene Stelle.

 

Strukturierter Lernen mit der Mindmapping-Methode: Ausbilder Dennis Lee Ragle (rechts) hilft Auszubildende Lena Förste (links) dabei, ihre Lerninhalte zu Papier zu bringen.

 

Gefördert werden und selbst fördern

Heute möchte Dennis fördern, so wie er selbst gefördert wurde. Am Ende geht es um den „respektvollen Umgang, um Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Selbständigkeit. Wenn meine Azubis mit diesen Attributen aus der Ausbildung kommen, dann haben wir gemeinsam etwas erreicht,“ beschreibt Dennis seine Ideen von einem idealen Start ins Berufsleben. Selbstverständlich ist für ihn, dass er all diese Eigenschaften vorlebt und dass er den jungen Leuten etwas weitergibt, was er selbst immer wieder erlebt hat: er hat Menschen getroffen, die ihn gefördert haben, fachlich und persönlich. Die ihn immer wieder aufgefordert haben, mitzudenken, Abläufe zu hinterfragen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln. „Das ist es, was diese Aufgabe für mich so spannend macht. Für die jungen Leute bin ich einer der ersten Kontakte zur Arbeitswelt und ich erlebe sie in einer sehr wichtigen Phase ihres Lebens. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, wie die sich einmal entwickeln.“ 

 

Die beste Idee

Wie diese Entwicklung verläuft, das haben die Azubis zu einem großen Teil selbst in der Hand. „Ich sag ihnen immer wieder: Die beste Idee kommt nicht unbedingt von mir. Manches könnt ihr aus eurer Perspektive besser beurteilen als ich,“ ermutigt Dennis seine Azubis und das mit vollem Erfolg. Neulich erst, erzählt er, hat ein Azubi angeregt, innerhalb der Ausbildung ein Patenprogramm einzuführen. Jeder neue Auszubildende, sollte einen erfahreneren Kollegen an die Seite bekommen, jemanden, der einen Schritt weiter ist aber noch nicht zur nächsten Generation gehört. Die Neuen sollten aber nicht nur einen Partner zugewiesen bekommen, ein durchstrukturiertes Programm wollten sie aufsetzen. Dennis fand die Idee großartig, schon weil neue Azubis so viel schneller im Team ankommen. Wie genau das Programm aussehen soll, entwickeln zwei Azubis gerade in eigener Verantwortung. Sie überlegen sich Methoden und mögliche Bereiche, Zuständigkeiten und Evaluierungsmöglichkeiten. Dennis überlässt ihnen die Entwicklung bis das Team so weit ist, das Ergebnis zu präsentieren. Einzige Bedingung: Wenn die neuen Azubis kommen, muss das Programm einsatzbereit sein, damit es direkt losgehen kann.

 

Gemeinsam besser werden

Die Azubis spornt genau das an. Sie legen sich ins Zeug, weil sie wissen, hier können sie mitgestalten. Dennis ist ihnen Vorbild und Partner. „Er ist mit so viel Spaß und Leidenschaft dabei. Jeder merkt, dass die Ausbildung Dennis wirklich am Herzen liegt,“ erzählen sie. „Wir lernen bei ihm ständig, dass wir ein Team sind, in dem jeder sich einbringt und in dem jeder die Unterstützung erfährt, die er braucht.“ Wenn ein Azubi eine Idee hat, einen Fehler bemerkt oder einen Vorschlag einbringt, findet er bei Dennis ein offenes Ohr. Wenn es sinnvoll ist, werden die Ideen umgesetzt. „Jeder arbeitet hier daran, Prozesse zu verbessern, da kann sich jeder einbringen. Das ist mir wichtig und davon profitiert das Unternehmen.“

 

Ausbilder Dennis Lee Ragle (links) erklärt Azubi Dominik Kovac (rechts) wie eine „Packtulpe“ funktioniert: Als zukünftiger Mechatroniker lernt Dominik, dass die Packtulpe Flaschen aus einer Getränkekiste holt oder diese wieder einsetzt.

 

Raum für Veränderung

Dass die Azubis wichtig sind, merken sie auch daran, dass sie am Standort neulich zwei eigene Räume bekommen haben, die sie selbst gestalten. Gemütlich sollen die Räume sein, ein bisschen persönlich. Hier treffen sie sich mit ihrem Ausbilder, hier denken sie über Weiterentwicklung nach. Über Prozesse und über sich selbst. Wie könnte es weitergehen und wohin soll der Weg der Azubis einmal führen. Talente kommen mit den unterschiedlichsten Hintergründen zu Coke. Dafür, dass sie dort einen Platz einnehmen können, den sie selbst gar nicht angestrebt hätten – dafür ist Dennis ein gutes Beispiel.

 

Du interessierst Dich für eine Ausbildung oder ein Duales Studium bei Coca-Cola? Alle Informationen dazu und die aktuellen Ausschreibungen für alle Standorte in Deutschland findest Du in unserem Jobportal.