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Coca-Cola bündelt Logistik und vereinfacht Strukturen und Aufgaben in weiteren Bereichen

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29/01/2020

Standorte in Hamburg, Ziesendorf, Münster, Kenn und Ramstein sollen geschlossen werden

Die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) beabsichtigt, ihr Logistiknetzwerk weiter zu bündeln. Die Standorte in Ziesendorf, Hamburg, Münster, Kenn und Ramstein sollen geschlossen werden. Dabei sollen die Logistik-Aktivitäten zum Teil an andere Standorte verlagert und die verbleibenden Aufgaben an externe Partner übertragen werden. Die Außendienstmitarbeiter aus dem Vertrieb und technischen Service an den jeweiligen Standorten sind von den geplanten Schließungen nicht betroffen.

Hintergrund für diese Entscheidung sind die veränderten Bedürfnisse der Handels- und Gastronomie-Kunden, die einen immer größeren Teil der produzierten Ware direkt von den bundesweit 16 Produktionsstandorten beziehen – entweder wird die Ware von dort in die Zentralläger der Kunden geliefert oder von den Kunden direkt am Produktionsstandort übernommen. Dies führt an einigen Logistikstandorten des Unternehmens zu einer deutlich geringeren Auslastung. In der Folge kann CCEP DE diese Standorte nicht mehr wirtschaftlich betreiben.

Daneben beabsichtigt das Unternehmen, die Cold Drink Operations (CDO), den Service für die Kühlgeräte und Automaten, neu aufzustellen. Mit der geplanten Schließung des Standortes Hamburg sollen Reparaturen an den Standorten Hamm, Mainz und Urbach konzentriert werden.

Zusätzlich sind Bündelungen und Vereinfachungen in den Bereichen Logistik, Customer Service (Kundenbetreuung), Vending und Verkauf & Marketing geplant.

 „Uns ist bewusst, dass die geplanten Veränderungen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen sehr schmerzhaft sind. Sie sind jedoch notwendig, um in einem umkämpften und dynamischen Markt unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unser Geschäft zukunftssicher zu machen“, sagt Felicitas von Kyaw, Geschäftsführerin Personal. Grundlage für die Umsetzung der Veränderungen ist der geltende Strukturtarifvertrag zwischen Coca-Cola und den Arbeitnehmervertretern.

Insgesamt sind durch die geplanten Veränderungen 313 Arbeitsplätze betroffen. Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Deshalb werden – wo immer es möglich ist – einvernehmliche Lösungen und alternative Stellen an anderen Standorten für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesucht. Dabei bietet Coca-Cola ein finanziell attraktives Abfindungspaket, das deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt.

Die Gespräche mit den Arbeitnehmer­vertretern starten in den nächsten Tagen.